
Doch viele greifen aus Gewohnheit zu klassischer Blumenerde, die häufig einen hohen Torfanteil enthält. Dabei schadet der Abbau von Torf massiv der Umwelt. Zum Glück gibt es mittlerweile gute Alternativen.
Was ist eigentlich Torf?
Torf entsteht in Mooren – und zwar sehr langsam. Pro Jahr bildet sich nur etwa ein Millimeter neue Torfschicht. Dabei speichern Moore enorme Mengen an CO₂. Wird Torf abgebaut, wird dieses CO₂ freigesetzt, was den Klimawandel beschleunigt. Außerdem werden durch den Abbau seltene Lebensräume zerstört, die für viele Tier- und Pflanzenarten überlebenswichtig sind.
Warum speichert Torf CO₂?

Pflanzen nehmen beim Wachsen Kohlendioxid (CO₂) aus der Luft auf. Das CO₂ wird in ihrem Gewebe gespeichert – in Form von Kohlenstoff. Normalerweise, wenn Pflanzen absterben, verrotten sie. Dabei gelangt der Kohlenstoff wieder als CO₂ in die Atmosphäre. Nicht so im Moor.
2. Im Moor verrotten Pflanzen kaum
In Mooren herrscht Sauerstoffmangel, weil der Boden ständig nass ist. Dadurch zersetzt sich das Pflanzenmaterial kaum. Es lagert sich als organische Masse (Torf) im Boden ab, samt dem gebundenen Kohlenstoff. Und zwar über Jahrtausende.
Warum ist Torf in Erde enthalten?
Torf hat gute Eigenschaften für den Pflanzenbau: Er ist leicht, speichert Wasser gut und hat einen niedrigen pH-Wert. Doch moderne torffreie Erden bieten ähnlich gute, wenn nicht bessere, Eigenschaften, ohne die Umwelt zu belasten.

Worauf solltest du beim Kauf achten?

- 40 % gesiebter Kompost
- 30 % Rindenhumus
- 20 % Kokosfasern
- 10 % Sand oder Perlite
Ein bisschen Experimentierfreude gehört dazu – aber genau das macht Heimwerken ja aus!
Torffreie Erde ist ein einfacher, aber wirkungsvoller Schritt in Richtung umweltbewusstes Gärtnern. Ob durch bewussten Einkauf oder durch das eigene Mischen – du leistest deinen Beitrag zum Klimaschutz, ohne auf Qualität oder Pflanzenpracht verzichten zu müssen.